Lisa Ratenkauf war eine Sekretärin. Ein solcher Job bedeutet notwendigerweise ein Outfit. Das Beste war ihr gut genug und man gewährte ihr gern Ratenzahlungen. Denn auch der Verkäufer wollte - oder mußte - verkaufen. Mehr demnächst...
In der Region fanden jährlich Verkaufsmessen und Sonderschauen statt. Ob "Frühlings-Messe" oder "Herbst-Schau" - es war immer etwas los. Tolle Preisausschreiben, wun-derbare Haushaltsmaschinen und "Möbel-für-Alle". Eigentlich hätte Lisa Ratenkauf wissen müssen, daß man mit 1200 Euro netto monatlich nicht 1400 Euro ausgeben kann. Und eine alleinstehende Person braucht auch nicht Besteck für 12 Personen - oder? Aber die Ver-käufer, die an eine Freigänger-Gruppe erinnerten, ließen nicht locker: "Sonderangebote, Ratenzahlung und fast umsonst. Zum Schluß hatte Lisa Ratenkauf 36.000 Euro Schulden. und als die erste Lohnpfändung kam, wurde ihr auch noch gekündigt. Sie sah nur noch eine Möglichkeit: Die Verbraucherinsolvenz und ließ sich von unsberaten.
Die Verkäufer sind selbst schuld, wenn sie einer netten Frau alles auf Raten verkaufen.
Als erwachsene Person hätte Frau Ratenkauf nicht ohne entsprechende Sicherheiten Kredite in Form der Ratenzahlung beanspruchen sollen.
Unsere Wirtschaft muß blühen. Deshalb sind auch Ratenzahlungen ein Weg zur Ankurbelung der Wirtschaft und schaffen Arbeitsplätze.
Ratenzahlungen kommen größtenteils nur deshalb in Betracht, weil die Leute nicht auf einmal zahlen können und von der Wirtschaft verführt werden. Deshalb ist es richtig, daß diese Leute ihre Schulden in der Restschuldbefreiung erlassen bekommen. Die Schuldner sind "Opfer" unseres Systems.